Aktien New York: Immer neue Rekorde – Investoren setzen auf die USA

Es ist ein Kontrast, der größer kaum sein könnte. Während hier in Europa und speziell in Deutschland die ohnehin schon schwache Aktienkultur durch eigensinnige Ideen des Finanzministers noch weiter hinuntergetrieben wird, erreichen sämtliche bedeutende Indizes in den USA neue Rekordstände. Die Börsen in Übersee laufen also besser als je zuvor. Woran liegt das? An einer wirtschafts- und vor allem finanzliberalen Politik oder etwa doch an der allgemein aufgeschlosseneren Haltung den Kapitalmärkten gegenüber? Klar ist jedenfalls, ungeachtet der Antwort und Lösung dieser Frage, dass mehr und mehr Investoren auf die Vereinigten Staaten setzen.

Handelskriege und ewige Strafzölle haben längst nicht mehr die Kraft, um Angst zu erzeugen. Das Amtsenthebungsverfahren des Präsidenten wird aller Wahrscheinlichkeit auch ins Leere laufen, weshalb es auch nicht für die erwartete Unsicherheit an den Finanzplätzen sorgen wird. Die Wirtschaft läuft so weit ganz ordentlich und die Unternehmen sorgen für neue Rekorde. All dies legt sich natürlich auch in den Aktienkursen nieder. Lohnt es sich jetzt aber überhaupt noch, einzusteigen oder ist es vielleicht doch besser, die Finger von solchen Geschäften zu lassen? Ein kleiner Überblick soll Abhilfe schaffen.

Die Angst, bei Höchstständen ist zwar unbegründbar, gleichzeitig aber auch so gegenwärtig wie kaum ein anderes Phänomen an der Börse. Warum sollten die Kurse nicht weiter steigen können, nur weil sie so hoch wie nie zuvor stehen? Eine Menge Menschen suchen auch bei Aktienkursen nach Mustern, an denen sie sich festklammern können. Da heißt es dann ganz pauschal zu kaufen, wenn die Charts unten sind und zu verkaufen, wenn die Charts oben sind.

Eine einfache Rechnung, die so auch jeder Laie verstehen würde. Doch sicherlich auch ein bisschen zu einfach für die Komplexität der Börse. Nach gezeigter Rechnung nämlich würde die Logik darin bestehen, dass Kurse stets fallen und steigen. Ist dies aber tatsächlich immer der Fall? Zwar lässt sich dieser subjekte Eindruck recht schnell bekräftigen, sofern man nur einige zufällig gewählte Aktien zu Rate zieht. Schaut man dort anschließend oberflächlich auf den Kursverlauf, so wird man in den häufigsten Fällen eine Berg- und Talfahrt erkennen können. Wer aber will schon wissen, ob sich dieser Trend auf dieselbe Art und Weise fortführt oder zumindest in ähnlichem Maße? Darauf zu setzen, hätte mit seriösem Investment eigentlich gar nichts zu tun. Es wäre nicht mehr, als zufälliges Raten und Zocken.

Wer also wirklich beurteilen möchte, ob es lohnenswert und gleichzeitig nicht risikoreicher ist, auf amerikanische Aktien zu setzen, der muss wesentlich profunder vorgehen. Dazu gehört dann beispielsweise die genaue und scharfsinnige Evaluation der einzelnen Aktien und der zugehörigen Branche beziehungsweise des direkten Konkurrenzumfeldes.

Hierbei sollten anschließend Unternehmenszahlen geprüft, Auftragslagen und Zukunftsaussichten kontrolliert werden und zuletzt daruf geachtet werden, wie sich das jeweilig betrachtete Unternehmen in bisherigen Krisen geschlagen hat. Nur wenn diese Kriterien auch tatsächlich gut erfüllt sind, kann davon ausgegangen werden, dass der Konzern und dessen Aktie auch am Rekordtrend teilnehmen können.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.